Frühlingserwachen

Wow, was für ein Tag! Frühlingsanfang, Tag- und Nachtgleiche, und dazu strahlender Sonnenschein.

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Einfach großartig. Jetzt werden für eine ganze Weile die Tage wieder länger als die Nächte sein. Die Aktivitäten von Pflanzen, Tieren und Menschen 😀 nehmen zu. Alles reckt und streckt sich der wärmer werdenden Sonne entgegen.

Geh in diesen Tagen mal nach draußen und erspüre ganz bewusst diese Energie des Aufbruchs, des Neuanfangs. Es ist eine perfekte Zeit, Projekte, die im Winter vor sich hin geschlafen haben (wie Samen unter der schützenden Erddecke) ins Leben zu holen. Ein Versprechen liegt in der Luft, dass Stagnation zu Ende geht, und es immer wieder einen Neuanfang geben kann und darf.

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Neubeginn ;-)

Es ist so weit: das Blog des Kojoten wird wiederbelebt 😉 !

Nach langer schöpferischer Pause will ich nun den Coyote-Blog wieder zum Laufen bringen.

Ein Grund dafür ist, dass ich mich stärker fokussieren und dabei den Kojoten auch wieder mehr in den Vordergrund rücken werde.

So wird es auf dem Coyote-Blog wieder um Naturbegegnung, Naturarbeit, Wildniswissen und ähnliche Dinge gehen. Zum Beispiel plane ich eine Serie zum Thema „Kraftplatz“. Nach und nach werde ich hier auch ein wenig umstrukturieren, einiges Alte wird auch rausfliegen, um Platz zu machen für Neues.

Habt Ihr Wünsche, was Ihr gerne auf diesem Blog lesen würdet? Natürlich passend zu den Coyote-Themen 😉 . Dann seid so frei, und hinterlasst mir einen Kommentar, oder schickt mir eine Email an coach@coyotetrainings.de .

Auf der anderen Seite wird sich die Expertin für BurnOut und BurnOn auf ihrem Blog gezielt weiter um Stressmanagement, Burnout-Prävention, Stress und Entspannung kümmern.

Seid gespannt, was Euch demnächst hier erwartet 🙂 !

Das Kreativitäts-Genie

Vor unserem Haus steht eine Birke. Von Juli bis Oktober landen mit jedem geöffneten Fenster Hunderte von kleinen Birkensamen im Haus. Und vor der Tür – ständig bin ich am Fegen. Und während ich so fege, kommt mir ein Gedanke.

Sind das nicht 1000e von Ideen für neue Bäume? Unermüdlich produziert und in die Welt geschickt. Jede einzelne ein Unikat. Aber nur eine davon wird vielleicht etwas, und auch nur, wenn Zeitpunkt und Umstände stimmen (und kein Besen oder Staubsauger in der Nähe sind).

Somit ist die Birke ein wahres Kreativitätsgenie!

Gibt es in Ihrem Umfeld einen Menschen wie eine Birke? So jemand, der oft belächelt wird: „ach der wieder, 1000 Ideen, und dann wird es doch wieder nichts“. Manchmal ist man auch genervt (wie von der Birke, die einem so viel Aufwand macht). Vielleicht sind Sie sogar selbst eine Birke, strotzend vor Kreativität?!

Sehen wir es doch mal positiv: in jeder Idee steckt der Kern für einen ganzen Baum. Viele Ideen müssen produziert werden, damit die eine dann, wenn die Zeit reif ist, auf fruchtbaren Boden fällt und wachsen und gedeihen kann. Alle anderen werden halt weggefegt.

Also, lassen Sie der Kreativität Raum, laden Sie alle Ideen ein, und werfen Sie beherzt die wieder weg, die gerade nicht dran sind.

August – Erntemonat und Zeit der Fülle

Jetzt im August wird die Getreideernte eingebracht, die Beeren reifen und stehen in voller Pracht, es gilt zu ernten, zu staunen und in Fülle zu schwelgen. Aber auch die ersten Vögel machen sich bereits wieder auf den Weg in den Süden, Abschied und Herbst liegen fein wahrnehmbar in der Luft.

Es ist auch die Zeit, die eigenen Früchte anzuschauen, Projekte, die angestoßen, Samen, der gelegt wurde. Wie weit sind sie gediehen? Ist alles gut gewachsen? Oder ist auch das eine oder andere verdorrt, von dem man sich jetzt besser trennt? Auch am Apfelbaum gelangt nicht jede Frucht zur vollen Reife. Das ist sinnvoll, denn so bricht der Baum nicht an Überlastung zusammen. Außerdem haben die verbleibenden Äpfel (= Projekte!) mehr Energie, um zu voller Schönheit heranzureifen.

Machen Sie sich doch bei einem Spaziergang in der Natur die eigene anstehende Ernte bewusst! Was wollen Sie noch zur Reife bringen? Welch Überfluss ist da, den Sie mit vollen Händen weitergeben können? Welche Projekte und Ziele sind reif, schillern in den schönsten Farben und warten darauf, „geerntet“ zu werden? Und wo ist es besser, sich von etwas zu trennen, etwas abzuschließen, das übers Jahr vielleicht mickrig geblieben ist? Oder sich vielleicht sogar als giftig herausstellt?

Und vielleicht gibt es ja auch den einen oder anderen Samen, der aufgegangen ist, ohne dass es richtig bemerkt wurde. Wenn wir jetzt bewusst hinschauen, könnte er sich zu einem wahren Schatz entwickeln.

Genießen Sie Ihren August!

Nichts bleibt, wie es ist – und das ist doof! Oder?

Ein magischer Moment. Ich sitze im Garten, um mich herum ein wahrer Blütenrausch, Ringelblumen, Borretsch, Rosen, Margeriten… Es summt und brummt.

So soll es bleiben!

Das tut es natürlich nicht, denn die Sonne geht heute abend wieder unter, morgen regnet es vielleicht, der Sommer wird vorbeigehen.

Wehmut macht sich breit.

Aber wie gut, dass es nicht bleibt, wie es ist!

Sonst würde ich nicht sehen, wie die Sonnenblumen erblühen, könnte die Äpfel nicht ernten, den ersten Schnee nicht erleben, nicht die Frühlingsboten erblicken…

Alles vergeht, damit Neues kommt.

In der Natur gibt es keinen Stillstand, alles ist in Bewegung und in ständiger Ent-Wicklung.

So ist auch unser Leben, immer im Wandel, immer in Bewegung, mit magischen Momenten, die vergehen, um Platz zu machen für Neues.

Begrüßen wir den Wandel und genießen die magischen Momente doppelt!

Frühlingsstürme

Die Eisheiligen sind vorbei, nun wird es bestimmt ein halbes Jahr lang keinen Schnee mehr geben (zumindest hier in der Norddeutschen Tiefebene).

Nach dem Enthusiasmus der ersten Frühlingswärme mit dicken Knospen, zartem Grün, Vogelgesängen und dem Geruch von warmer Luft gibt es doch immer wieder mal einen Kälteeinbruch, einen Frühlingssturm nach dem Aufbruch der Natur in eine neue Schaffensperiode. Hagel auf dem Blütenmeer, Wind, der in den frischen Zweigen rüttelt und das eine oder andere Blatt mit sich fort reisst. Es ist dies eine normale Entwicklungskurve im Wetter, auch wenn es schwer fällt mit anzusehen, dass zarte Pflanzen verhageln und manch ein frühes Insekt erfriert.

Auch in unserer eigenen Entwicklung gibt es diese Kälteeinbrüche und Stürme; erst der Enthusiasmus im Aufbruch, im neuen Projekt, und dann die Abwärtskurve, nichts geht mehr, und dabei ließ es sich doch so verheissungsvoll an! Nun heißt es durchhalten, weitermachen, noch kurz „einmummeln“, den Winterpulli nochmal anziehen, bis die Eisheiligen vorbei sind. Was zu früh ans Licht wollte, was noch nicht richtig gefestigt war, hat möglicherweise nicht überlebt, dafür sind die Knospen, Triebe, Wurzeln, die die schwierige Situation überstanden haben, nun um so gekräftigter. Nun geht es wieder weiter mit neuer Power und Elan. Die Früchte wollen wachsen und reifen bis zur Ernte!

Die Krise im See

Mal angenommen, wir lebten alle in einem großen See. Wären Sie eher ein Fisch, eine Wasserschnecke, ein Mitglied der Plankton-Gesellschaft oder doch eher ein Schilfgras? Dann interessiert Sie vielleicht folgende Geschichte.

In unserem See (unserer Gesellschaft, unserem System) gibt es Algen (Banken, Kapitalgesellschaften), das ist normal, sie gehören dazu. Diese ernähren sich von verschiedenen Nähr-Stoffen (Geld, Einlagen). Dafür produzieren sie Sauerstoff (Waren), der von anderen Lebewesen im See (Mitglieder der Gesellschaft) benötigt wird. Erst, wenn die zugeführten Nährstoffe z.B. durch Überdüngung mehr werden (vermehrte Anlagen und Spekulationen), beginnen die Algen, deutlicher zu wachsen, bis hin zu unkontrolliertem/überschießendem Wachstum.

Sie überwuchern den See und nehmen anderen Lebewesen Licht, Nährstoffe und Sauerstoff weg. Diese anderen Lebewesen sterben ab (kleine Banken, Unternehmen). Für deren  Zersetzung und auch die Zersetzung abgestorbener Algen wird Sauerstoff benötigt (Geld für Abwicklung, Fusion, Aufkauf…). Haben die Algen eine bestimmte Masse erreicht, fehlt auch ihnen Sauerstoff, sie sterben in Massen, man sagt „der See kippt um“ (das System bricht ein).

In der Natur hat der See die Möglichkeit zu regenerieren. Allerdings widerfährt ihm das gleiche „Schicksal“, sollte es noch einmal zu einer Überdüngung kommen. Was lernen wir daraus für unsere Gesellschaft, unser System?