Die richtige Strategie bei der Arbeit

In diesen kalten Wintertage sind sie wunderbar zu beobachten: die zahlreichen Vögel am Futterhäuschen. Bei genauerer Beobachtung fällt auf, dass sich nicht alle Vogelarten auf die gleiche Weise dort ihr Futter besorgen.

Beispiel: der Dompfaff. Seelenruhig fliegt er zum Futterplatz, setzt sich und beginnt mit der Nahrungsaufnahme. Während er Körnchen um Körnchen aufnimmt und verspeist, blickt er sich aufmerksam in der Gegend um.

Ganz anders die Kohlmeise. Hastig fliegt sie zum Häuschen, schnappt sich ein Korn und fliegt wieder weg, in die nahe Hecke. Dort frisst sie nun in Ruhe das Korn, um gleich darauf wiederum das Futterhäuschen anzufliegen, sich die nächste Leckerei zu schnappen und diese in der Hecke aufzufressen. Und dies viele Male hintereinander.

Wer von beiden hat nun die richtige Strategie? Die Meise, die in der Sicherheit der dichten Hecke in Ruhe ihr Korn verzehrt, aber ziemlich viel Energie fürs Hin- und Herfliegen aufwendet? Oder der Dompfaff, der sich die aufwendige Fliegerei spart, dafür aber ständig in Habacht-Stellung und in voller Aufmerksamkeit für seine Umgebung ist?

Sicherlich haben Sie es bereits erraten: es gibt hier kein Richtig und kein Falsch. Jeder Vogel macht seinen Job auf seine Art. Und das ist ja auch ganz gut, sonst wären entweder der Futterplatz oder die Hecke permanent überfüllt.

Und bei Ihnen im Team? Gibt es da auch einen „Überblicker“, der mittendrin sitzt und immer alles im Auge hat? Und gibt es einen, der sich mit seiner Arbeit lieber ins „stille Kämmerlein“ zurückzieht? Und in welche Gruppe würden Sie sich selber einordnen? Oder gehören Sie eher zu den Amseln, die nimmermüde auf dem Futterplatz herumhüpfen, rein ins Häuschen, raus aus dem Häuschen, und zwischendurch auch mal ein Korn aufpicken?

Wen auch immer Sie aus der großen Vogelfamilie in Ihrem Team identifizieren können: freuen Sie sich an der großen Vielfalt von Kollegen, von denen jeder etwas ganz Eigenes ins bunte Miteinander einbringt. Jeder ist auf seine Weise wertvoll. Es kommt ja auch niemand auf die Idee zu sagen, der Dompfaff sei besser und richtiger als die Meise, oder?

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Warum „Coyote“?

Der Kojote ist unser Maskottchen und wichtigstes Teammitglied bei COYOTEtrainings.

Die „Initialzündung“ für unsere Liebe zu diesem Totem entstand dort, wo wir die Methode des Coyote Teaching kennengelernt haben. Der Kojote ist in der indianischen Mythologie der große Gaukler, der Trickster. Er dient als Bild für die Kunst einer Form des Lehrens, bei dem die Lernenden ihre eigene angeborene Neugierde steigern und ihre Wahrnehmung öffnen, um dadurch unbemerkt Wissen aufzunehmen. Dies geschieht über Elemente wie ungelöste Rätsel, Ergründung von Spuren (wo kommen sie her, wo gehen sie hin), lehrreiche Fragen, Tricks und Spiele.

Wir sind inspiriert von den Lehren von Tom Brown jr. und seinem Schüler Jon Young, und wir setzten das Coyote Teaching mit großem Erfolg sowohl in der Teamentwicklung als auch in den Coachings ein. In diesem Sinne ist es gut, dass der Kojote nicht wirklich durchschaubar ist und immer wieder Rätsel aufgibt und auch irgendwie selbst ein Rätsel bleibt. Was seine Kraft ausmacht und uns und unseren Kunden Kraft gibt.