Platz für Neues – Frühlingssturm

Frühlingsstürme fegen über das Land. Aus Bäumen und Büschen werden noch einmal alte, abgestorbene Zweige und Äste herausgeschüttelt. So bekommen die jungen Blätter genügend Kraft und Licht, um sich richtig entfalten zu können.

Nutzen Sie die Qualität dieser Zeit, um sich bei einem Spaziergang vom Frühlingswind mal richtig durchpusten zu lassen. Spüren Sie, wie alte, abgestorbene Ideen, Konzepte, überlebte Muster und Beziehungen hinweg getragen werden. So bekommen Sie Herz und Kopf wieder frei für Neues; die kleinen Knospen neuer Ziele bekommen Luft und Platz, um sich frühlingshaft zu entfalten, zu großen stattlichen Pflanzen.

Sie wünschen sich Begleitung und Unterstützung auf dem Weg zu Ihren neuen Zielen? Rufen Sie mich an, Tel. 04793-955057, in einem unverbindlichen Vorgespräch können wir klären, wie dies aussehen kann.

Ihre Petra Manthey

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Seelenwinter

Manchmal herrscht Winter in der Seele. Alles ist grau, tot, abgestorben, kalt, trist.

Dann ist es gut, wenn wir es auch mal schneien lassen können, in der Seelenlandschaft. Der Schnee deckt alles zu, was wir nicht sehen wollen oder auch gerade nicht sehen können. Er dämpft die Geräusche und lässt sanft und schön aussehen, was zuvor grau, kalt und hässlich war.

Unter dem Schnee ist es wärmer als darüber. Unter der Schneedecke verpuppt sich das Leben.

Wenn der Schnee schmilzt, tritt natürlich all das Graue wieder zu Tage. Aber auch die ersten Knospen schieben sich durch die gefrorenen Schichten. Denn unterm Schnee ist ja nicht alles tot, wie wir im Seelenwinter meinten, weil es sich so angefühlt hat. Unterm Schnee entwickelt sich das Leben weiter. Langsam, leise und unauffällig.

Dann lassen wir den Schnee tauen und sehen nach, welche Gedanken und Träume die Kälte und den Frost überlebt haben, welche Ideen, Wünsche und Pläne sich entwickelt haben, um nun zu ergrünen und uns wieder Leben spüren und sehen zu lassen.

Und auch, wenn vielleicht noch eine Weile das Grau vorherrscht, so haben wir doch ausgeruht und Hoffnung geschöpft, und wir wissen, dass wir auch diesen Seelenwinter überstehen werden.

„Mahnung“ von Eugen Roth (1966)

Die Welt, bedacht auf platten Nutzen,

sucht auch die Seelen auszuputzen.

Das Sumpfentwässern, Wälderroden

schafft einwandfreien Ackerboden,

und schon kann die Statistik prahlen,

mit beispiellosen Fortschrittszahlen.

Doch langsam merken’s auch die Deppen,

die Seelen verschwinden und versteppen.

Denn nirgens mehr, soweit man sieht,

gibt es ein Seelen-Schutzgebiet.

Kein Wald, drin Traumes-Vöglein sitzen,

kein Bach, drin Frohsinns-Fischlein blitzen.

Kein Busch, im Schmerz sich zu verkriechen,

kein Blümlein, Andacht draus zu riechen,

nichts als ein ödes Feld mit Leuten,

bestellt, es restlos auszubeuten.

Drum, wollt ihr nicht zugrunde gehen,

lasst noch ein bisschen Wildnis stehen!