Die Krise im See

Mal angenommen, wir lebten alle in einem großen See. Wären Sie eher ein Fisch, eine Wasserschnecke, ein Mitglied der Plankton-Gesellschaft oder doch eher ein Schilfgras? Dann interessiert Sie vielleicht folgende Geschichte.

In unserem See (unserer Gesellschaft, unserem System) gibt es Algen (Banken, Kapitalgesellschaften), das ist normal, sie gehören dazu. Diese ernähren sich von verschiedenen Nähr-Stoffen (Geld, Einlagen). Dafür produzieren sie Sauerstoff (Waren), der von anderen Lebewesen im See (Mitglieder der Gesellschaft) benötigt wird. Erst, wenn die zugeführten Nährstoffe z.B. durch Überdüngung mehr werden (vermehrte Anlagen und Spekulationen), beginnen die Algen, deutlicher zu wachsen, bis hin zu unkontrolliertem/überschießendem Wachstum.

Sie überwuchern den See und nehmen anderen Lebewesen Licht, Nährstoffe und Sauerstoff weg. Diese anderen Lebewesen sterben ab (kleine Banken, Unternehmen). Für deren  Zersetzung und auch die Zersetzung abgestorbener Algen wird Sauerstoff benötigt (Geld für Abwicklung, Fusion, Aufkauf…). Haben die Algen eine bestimmte Masse erreicht, fehlt auch ihnen Sauerstoff, sie sterben in Massen, man sagt „der See kippt um“ (das System bricht ein).

In der Natur hat der See die Möglichkeit zu regenerieren. Allerdings widerfährt ihm das gleiche „Schicksal“, sollte es noch einmal zu einer Überdüngung kommen. Was lernen wir daraus für unsere Gesellschaft, unser System?

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