Die Disteln sind reif :-)

Was für den einen reine Freude, ist dem anderen ein Dorn im Auge. Wie so oft im Leben.

Samenstand der Distel

Samenstand der Distel

Im Garten soll die Distel sich bitte nicht vermehren, denn sie piekst und sticht, wenn man nicht aufpasst. Sie erfreut aber auch mit ihren Blüten in kräftigem Lila.

Ich jedenfalls habe eine große Tüte Distelsamen gesammelt. Die eignen sich nämlich super, um damit ein Feuer zu entzünden. Also, natürlich nicht mit den Samen selber. Aber mit ihrer Hilfe kann ich ein tolles Glutnest bauen, mit dessen Hilfe ich wiederum ein Feuer mache. Ohne Feuerzeug, versteht sich ;-).

Und diese große Tüte brauche ich am Samstag bei der Langen Feuernacht in Kramelheide. Dort werde ich mit Kindern Feuer machen, wie in der Steinzeit. Ganz ohne gängige Streichhölzer und Feuerzeuge. Das wird ein Spaß!

Blüte und Samenstand des Weidenröschens

Blüte und Samenstand des Weidenröschens

Übrigens eignen sich auch die Samenstände des Weidenröschens gut für ein Glutnest. Und so einige andere auch (Clematis, Pappel…), die ich hier gar nicht alle aufzählen will . Einfach mal rausgehen, sammeln und ausprobieren 🙂 .

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Die richtige Strategie bei der Arbeit

In diesen kalten Wintertage sind sie wunderbar zu beobachten: die zahlreichen Vögel am Futterhäuschen. Bei genauerer Beobachtung fällt auf, dass sich nicht alle Vogelarten auf die gleiche Weise dort ihr Futter besorgen.

Beispiel: der Dompfaff. Seelenruhig fliegt er zum Futterplatz, setzt sich und beginnt mit der Nahrungsaufnahme. Während er Körnchen um Körnchen aufnimmt und verspeist, blickt er sich aufmerksam in der Gegend um.

Ganz anders die Kohlmeise. Hastig fliegt sie zum Häuschen, schnappt sich ein Korn und fliegt wieder weg, in die nahe Hecke. Dort frisst sie nun in Ruhe das Korn, um gleich darauf wiederum das Futterhäuschen anzufliegen, sich die nächste Leckerei zu schnappen und diese in der Hecke aufzufressen. Und dies viele Male hintereinander.

Wer von beiden hat nun die richtige Strategie? Die Meise, die in der Sicherheit der dichten Hecke in Ruhe ihr Korn verzehrt, aber ziemlich viel Energie fürs Hin- und Herfliegen aufwendet? Oder der Dompfaff, der sich die aufwendige Fliegerei spart, dafür aber ständig in Habacht-Stellung und in voller Aufmerksamkeit für seine Umgebung ist?

Sicherlich haben Sie es bereits erraten: es gibt hier kein Richtig und kein Falsch. Jeder Vogel macht seinen Job auf seine Art. Und das ist ja auch ganz gut, sonst wären entweder der Futterplatz oder die Hecke permanent überfüllt.

Und bei Ihnen im Team? Gibt es da auch einen „Überblicker“, der mittendrin sitzt und immer alles im Auge hat? Und gibt es einen, der sich mit seiner Arbeit lieber ins „stille Kämmerlein“ zurückzieht? Und in welche Gruppe würden Sie sich selber einordnen? Oder gehören Sie eher zu den Amseln, die nimmermüde auf dem Futterplatz herumhüpfen, rein ins Häuschen, raus aus dem Häuschen, und zwischendurch auch mal ein Korn aufpicken?

Wen auch immer Sie aus der großen Vogelfamilie in Ihrem Team identifizieren können: freuen Sie sich an der großen Vielfalt von Kollegen, von denen jeder etwas ganz Eigenes ins bunte Miteinander einbringt. Jeder ist auf seine Weise wertvoll. Es kommt ja auch niemand auf die Idee zu sagen, der Dompfaff sei besser und richtiger als die Meise, oder?