Mein eigener Kraftplatz

Im letzten Artikel habe ich dich mit dem Konzept vom Kraftplatz, auch genannt Sit Spot, bekannt gemacht. Ich habe es in meiner Weiterbildung zur Wildnispädagogin kennen und schätzen gelernt. Ein Kraftplatz ist wie ein Freund, der einem immer vertrauter wird, je öfter man ihn besucht.

Sammelsurium

Sammelsurium

Heute möchte ich dir meinen eigenen Kraftplatz vorstellen. Aber dazu gleich.

Zuerst noch ein paar Basics. Was solltest du mitnehmen zu deinem Platz? Bewährt hat sich je nach Witterung passende Kleidung, Regen- oder Sonnenschutz, ein Sitz / Sitzunterlage. Und ein schönes Büchlein, um dir Notizen oder Zeichnungen zu machen.

Gut ist es für den Anfang, eine feste Zeit für den Besuch deines Platzes einzuplanen. Um dich daran zu gewöhnen. Und um den inneren Schweinehund auszutricksen, der vielleicht sagt: „ach, geh doch einfach später, oder morgen“. Z.B. könntest Du Deine Mittagspause nutzen. Wenn das nicht geht, macht es aber nichts. Später ist es sogar reizvoll, zu unterschiedlichen Zeiten seinen geheimen Kraftplatz aufzusuchen, um die verschiedenen Qualitäten kennenzulernen.

Beim Finden eines Platzes in der Natur lass dich von deiner Intuition leiten. Super wäre natürlich, du könntest mitten in der Wildnis sitzen 🙂 . Aber das ist natürlich für die meisten von uns unrealistisch. Musst du deshalb auf deinen eigenen Kraftplatz verzichten? Nein! Natürlich nicht. Denn grundsätzlich eignet sich jedes Fleckchen Natur, um es sich „zu eigen“ zu machen.

Hecke am Kraftplatz

Hecke am Kraftplatz

Ich habe mich gefragt, wie ich dich dazu ermuntern kann, dir einen Kraftplatz zu schaffen, selbst, wenn du nicht in der Nähe eines Waldes oder einer anderen „großen Natur“ wohnst.

Früher, als ich noch in der Großstadt wohnte, habe ich intuitiv meinen Balkon zum Kraftplatz gemacht. Und in der Mittagspause besuchte ich immer einen bestimmten Baum. Ich kannte da das Konzept noch nicht, habe aber irgendwie gespürt, dass es mir gut tut.

Heute habe ich keinen Balkon mehr. Aber für dich (und mich 😉 ) habe ich mir einen ähnlich unspektakulären Platz ausgesucht. Es ist einfach der Eingang zu dem Haus, in dem ich wohne.

Weg am Kraftplatz

Weg am Kraftplatz

Der Vorteil ist: ich brauche nicht mal 5 Minuten, um dorthin zu gelangen. Eine Ausrede weniger 😉 . Und er erfüllt noch zwei weitere Kriterien:

Er ist ruhig (relativ) und sicher.

Von meinen Erfahrungen an meinem Sit Spot werde ich hier im Blog immer wieder berichten. Um dich einzuladen. Dich zu ermuntern. Dir deinen ganz eigenen Platz zu suchen.

Ich freue mich, wenn du mich und die anderen Leser an deinen Erfahrungen teilhaben lässt. Einfach in den Kommentar schreiben 🙂 . Und wer weiß, vielleicht schaffen wir so ein großes Netz aus geheimen Kraftplätzen, die alle miteinander verbunden sind. Das ist doch mal eine Vision 🙂 .

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Sit Spot oder: Mein geheimer Kraftplatz

Heute möchte ich dich mit dem Konzept des Sit Spot oder Secret Place bekannt machen. Zu Deutsch bedeutet es in etwa Kraftplatz, Geheimer Platz oder einfach Sitzplatz. Es ist ein Konzept, das u.a. in der Wildnispädagogik angewendet wird.

alte Birke

alter toter Baum, Birke

Am Kraftplatz kommen wir mit der Natur in Kontakt. Wer erleben verschiedene Tages- und Jahreszeiten, unterschiedliche Witterung, Tiere und Pflanzen, und nicht zuletzt uns selbst in der Begegnung mit der Natur. Über das Wahrnehmen der äußeren Natur (die unser Spiegel ist) kommen wir zur Wahrnehmung unserer inneren Natur und damit in unsere eigene Kraft. Wir finden zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit, fast von selbst. Voraussetzung ist, dass wir uns darauf einlassen, zum Beobachter zu werden. Dein Sitzplatz ist ein Ort, den du regelmäßig, am besten täglich aufsuchst. An dem du bewusst Zeit verbringst, Zeit mit dir selbst und deinem Platz. Du kannst ihn mit einer bewussten Absicht aufsuchen, z.B. „heute will ich mal alles hören, was es zu hören gibt“. Oder du gehst ohne Absicht dort hin und schaust einfach mal, was dir begegnet. Der ideale Sitzplatz könnte etwa so beschrieben werden:

  • Es sollte ruhig sein, keine Hundespaziergängerrennstrecke oder mitten in der Fußgängerzone.
  • Es sollte sicher sein, nicht unbedingt in einem Überschwemmungsgebiet oder so.
  • erreichbar in 5 Minuten (sonst steigt die Gefahr, aus Bequemlichkeit nicht hinzugehen…)
  • Wasser wäre schön, oder ein Waldrand.
  • Du sollst dich wohlfühlen!

Super wäre es natürlich, wenn es ein Platz mitten in der Wildnis wäre 🙂 . Aber das ist für die meisten von uns eher nicht realistisch. Wer wohnt schon 5 Minuten von der Wildnis entfernt? Und im Grunde ist jeder Ort geeignet, also auch ein Baum in der Stadt, ein Balkon, ein Friedhof oder was dir sonst in den Sinn kommt. In den Rückmeldungen zu meinem Email-Kurs kam immer wieder das Argument: „ich würde es ja gerne machen, aber ich wohne in der Stadt, es ist so weit bis draußen, ich habe keine Wildnis um mich herum, der Weg dahin ist so weit“ usw. Da ich selber mehr als 30 Jahre in der Großstadt gelebt habe, weiß ich natürlich darum. Und gerade darum möchte ich dich ermuntern, dir einen Kraftplatz zu suchen, denn das geht auch in der Stadt. Kannst du dir vorstellen, dass so ein Platz etwas für dich sein könnte? Dann sei schon mal gespannt auf meinen nächsten Artikel. Darin schreibe ich, was du zu deinem Platz am besten mitnimmst, und ich verrate dir meinen eigenen geheimen Kraftplatz 🙂 . Wenn du magst, kannst du dich auch bis dahin zum (natürlich kostenlosen) Email-Kurs anmelden, den du hier finden kannst.

Doch ein neues Leben beginnen? oder: Das Päckchen aufschnüren

Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog darüber geschrieben, dass man vielleicht kein neues Leben beginnen kann, wohl aber jeden Morgen einen neuen Tag. Die vielen Leser dieses Beitrags haben mich dazu gebracht, mich noch mal ein bisschen genauer damit zu befassen. Was ich meine, ist folgendes.

Natürlich kann ich von heute auf morgen alles umkrempeln, in eine andere Stadt ziehen, nach Australien auswandern, mein Hab und Gut verkaufen. Ich kann meinen Job aufgeben, kann einen neuen anfangen, oder auch gar keinen Job mehr haben. Und das ist dann natürlich so etwas wie ein neues Leben.

Aber: mich selber nehme ich ja immer mit, mit all meinen Eigenarten, Vergangenheiten, Gewohnheiten, Erfahrungen, meinem ganzen Päckchen auf dem Rücken. Wir alle tragen so ein Päckchen mit uns herum.

Und DAS ist es, was ich meine. Ich kann all diese Dinge nicht einfach gegen ein neues Leben austauschen. Weder hier noch in Australien oder sonst wo. Doch dieses Päckchen ist daran beteiligt, wie mein jetziges Leben aussieht! Wenn ich das nicht mit bedenke, wird auch mein neues Leben bald mein altes Leben sein, nur in einem anderen Rahmen.

Was ich allerdings tun kann ist, mein Päckchen aufzuschnüren und mir anzuschauen, was ich darin so alles mit mir herumtrage. Glaubenssätze, Muster, Annahmen über Menschen und Dinge usw. Was davon ist hilfreich für ein neues glückliches, erfolgreiches Leben? Das sind meine Ressourcen! Und was bremst mich eher aus? Aus zahlreichen Werkzeugen kann ich mir die passenden aussuchen, und dann allein oder mit professioneller Unterstützung mein Päckchen neu sortieren.

Das geht am besten Tag für Tag. Und wenn es an einem Tag mal nicht so geklappt hat, dann geht es eben am nächsten Tag weiter. So beginne ich jeden Morgen einen neuen Tag, mit neuen Chancen. Und damit vielleicht auch Stück für Stück ein neues Leben. Und vielleicht will und muss ich dann gar nicht mehr bis Australien gehen…

Wie ist Ihre Erfahrung dazu? Haben Sie schon mal ein ganz neues Leben angefangen? Mit oder ohne Päckchen?

„Coaching in Hambergen und Umzu“

Unsere wunderbare Lokalreporterin Frau Lange hat ein Portrait über meine Arbeit und COYOTEtrainings geschrieben, erschienen am 6. Februar 2010 im Osterholzer Kreisblatt. Sie beschreibt sehr klar, worum es in der Arbeit in und mit der Natur geht. Ich selbst hätte es nicht besser formulieren können 🙂 .

–> „Hambergen. Petra Manthey sucht nach Lösungen. Als psychologische Beraterin hilft sie anderen, Antworten auf ihre Lebensfragen zu finden. „Jeder trägt die Lösung in sich selbst. Ich stelle nur die richtigen Fragen“, sagt die Hambergerin. Ihr wichtigstes Hilfsmittel ist die Natur. Sie dient ihr als Spiegel. Statt sich also mit den Ratsuchenden ins kuschelige Zimmer zurück zu ziehen, schickt sie sie hinaus in den Wald, gibt ihnen Denkanstöße bei einem Spaziergang oder stellt ihnen Aufgaben, bei deren Umsetzung sie eine neue Sicht auf ihre Situation gewinnen können .“

Hier gehts weiter zum Rest des Artikels .

Man kann vielleicht kein neues Leben beginnen, aber doch jeden Morgen einen neuen Tag.

Manchmal ist der Wunsch da, einfach ganz neu anzufangen. Ein guter erster Schritt hierzu ist der Beginn eines Coachings . Schritt für Schritt finden wir gemeinam heraus, welche Dinge neu werden können in Ihrem Leben. Und wie Sie dies umsetzen können. Und dann muss vielleicht gar kein runderneuertes Leben dabei herauskommen, sondern einfach immer wieder ein neuer Tag!

Rufen Sie mich an oder mailen Sie mir, dann entdecken wir zusammen, wie Sie Ihren neuen Tag beginnen können!

auch COYOTE zwitschert

Nach vielen Diskussionen über das Für und Wider wage ich mich nun auch an Twitter unter twitter.com/COYOTEtrainings . Bin sehr gespannt auf das Hin- und Her-Gezwitscher :-).

Werde ich oft genug online sein und schreiben? Oder bin ich nach kurzer Zeit schon überrannt von allen Meldungen all derer, denen ich folge?

Da ich mich im absoluten Anfänger-Stadium befinde, freue ich mich über Anregungen, Tips, Kritik und so weiter, was schreibe ich am besten und wie, was wollen die Leser lesen und was lieber nicht!