Parkplatz für den Coach oder: woher kommt der Begriff eigentlich?

Neulich war ich in Irland. Ich habe mir damit einen Traum erfüllt, aber das sei hier nur am Rande erwähnt.

Wie ich so durchs Land fuhr, entdeckte ich immer wieder Parkplatzschilder „for coaches“. Ich war einigermaßen verwundert, ein Parkplatz für einen oder sogar gleich mehrere Coaches, wie sollte ich das denn verstehen? Wäre ja praktisch für mich gewesen, ich bin ja Coach, da hätte ich mich überall hinstellen können. Aber so war es wohl doch nicht gemeint?!

Ein Blick auf die Parkplätze und in mein Wörterbuch belehrte mich eines besseren: coach – Reisebus. Na klar, da dämmerte es mir auch. Coach ist ja die alte Bezeichnung für Kutsche, und ein Coach ist im übertragenen Sinne der Kutschführer, also jemand, der einen anderen zum Ziel bringt, ihn auf einer (Weg-) Strecke begleitet. Dabei ist der Kutscher derjenige, der den Weg und auch mögliche Umwege kennt, der Fallen und Gefahren erspürt und die Kutsche drum herum lenkt. Der Insasse (neudeutsch: Coachee) befindet sich im Inneren der Kutsche, also geschützt. Natürlich kann man auch das Verdeck öffnen und sich während der Reise den Wind um die Nase wehen lassen :-).

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