der Herbst ist da

Der Oktober hat uns mit warmen Temperaturen und – zumindest hier bei uns – mit wohliger Sonne begrüßt.

Das täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass der Sommer vorbei und der Herbst nun wirklich da ist. Wir bemerken dies am Nebel, der allabendlich von den Wiesen aufsteigt, an nassen Sitzkissen am Morgen (die draußen liegen gelassen wurden), am Geruch, der in der Luft liegt. Gänse und Kraniche sammeln sich rufend, die Schwalben sind bereits weggezogen.

Herbstfarben

Sonnenlicht trifft auf rotes Weinlaub

Es beginnt die Zeit des Abschieds. Die bis vor kurzem noch nach außen gerichtete Energie des Wachsens und Erntens wendet sich nun nach innen. Wir dürfen  loslassen. Wie die Bäume ihre Blätter fallenlassen, darf auch bei uns nun gehen, was sich überlebt hat.

Welche Projekte, Dinge und auch Menschen in deinem Leben gibt, es, die ihre „beste Zeit“ hatten? Was ist für dich noch brauchbar und darf bleiben, vielleicht als Samen für das nächste Jahr? Und was ist vollendet, hat dich vielleicht gar in diesem Jahr behindert und dir Kraft geraubt? Das darf nun mit Dankbarkeit angeschaut und dann losgelassen und fortgeschickt werden.

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Kann man das essen?

Ich habe geerntet, Vogelbeeren. Daraus will ich in diesem Jahr eine Marmelade kochen. Habe ich noch nie gemacht, und bin schon gespannt, wie sie schmecken wird.
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Ich weiß nicht, warum sich so hartnäckig das Gerücht hält, Vogelbeeren, also die Früchte der Eberesche, seien giftig. Auch ich habe es so gelernt. Und kämpfe nun gegen meine lebenslangen Vorbehalte und leichtes Unbehagen an. Denn in vielen Büchern über essbare Wild- und Heilpflanzen steht ganz anderes zu lesen. Und ich bin neugierig und will das ausprobieren 🙂 .

Vielleicht liegt es ja (mit) daran, dass wir immer weniger wirkliches Wissen und dafür immer mehr Halbwahrheiten über die Natur haben, dass wir uns (als Gesellschaft) in der Natur zunehmend weniger wohl fühlen? Dass wir immer mehr drinnen hocken, eher ins Spaßbad oder Erlebnisparadies gehen, als einfach raus in Wald und Flur? Wenn mich als Mensch etwas verunsichert, setze ich mich dem nicht unbedingt aus. Oder nur in dem Rahmen, der mir sicher und vertraut erscheint. Das ist menschlich. Und schützt uns im Zweifel vor Gefahren.

Aber wenn immer mehr Vorsicht dazu führt, dass wir uns immer mehr von der äußeren Natur entfernen, und immer mehr nur dem vertrauen, was uns von Industrie und Wirtschaft vorgesetzt wird, kann das nicht gut sein. Schließlich sind wir selbst ein Teil der Natur! Warum vertraue ich dem Fruchtjoghurt im Plastikbecher aus dem Kühlregal mehr, als dem, was ich in Feld und Flur finden kann?

Nicht, dass ich falsch verstanden werde: ich fordere nicht auf, wild mit Pflanzen rumzuexperimentieren, die man nicht kennt. Das könnte durchaus fatal enden. Aber: Ein bisschen mehr Vertrauen in das, was uns die Natur gerade jetzt im Herbst schenkt, halte ich schon für angebracht! Zumal wir uns ja wirklich an allen Ecken und Enden informieren können.

vogelbeeren verlesen

Vogelbeeren verlesen

Die Vogelbeeren jedenfalls warten nun verlesen und gewaschen in der Gefriertruhe auf ihre Weiterverarbeitung (das Einfrieren soll ihnen die Bitterkeit nehmen, mal gucken, ob es klappt). Ihr werdet es erfahren, wenn ich den Genuss der Marmelade überlebt habe 😉 !

Nur Veränderung ist stabil

Liebe Regelmäßig hier Vorbeischauende,

liebe Zufällig hier Vorbeikommende,

das einzig Stabile im Leben ist die Veränderung„. Dass das so ist, macht die Natur uns vor. Der Sommer wich gerade dem Herbst; der Winter steht schon in den Startlöchern. Nur so ist ein Fluss des Lebens möglich. Altes muss sterben und vergehen, damit Neues Platz und Raum hat, sich zu entwickeln.

So ist es auch bei COYOTEtrainings. Die Aufgaben des Kojoten haben sich verändert. Vom Schwerpunkt Teamtraining hin zum Schwerpunkt Coaching und Beratung, für Einzelne und in Gruppen.

Geblieben ist der Schwerpunkt Naturarbeit und „draussen“. Die Wildnis ruft weiterhin 😉 .

Aufmerksame Leser haben es ja bereits gemerkt: es wurde hier schon lange kein Artikel mehr verfasst.  Im Augenblick liegt meine Aufmerksamkeit auf anderen Dingen. So komme ich nicht dazu, den Coyote-Blog regelmäßig zu pflegen. Darum habe ich mich entschlossen, ihn auf Eis zu legen. Ganz schließen mag ich ihn nicht, denn es gibt ja doch den einen oder anderen Beitrag, der noch Leser interessiert.

Wer sich weiterhin für meine Arbeit bzw. Naturarbeit interessiert, sei herzlich auf diesen Blog eingeladen. Hier gibt es Artikel über Coaching in und mit der Natur.

Ich bedanke mich bei allen Kunden und Interessierten!