Vogelbeer – Nachtrag

So, nun ist sie gekocht, meine erste Vogelbeer-Marmelade. Lecker ist sie, allerdings ziemlich herb (das dachte ich mir ja schon). Ich würde es als eine Mischung aus Preiselbeeren- und Orangenmarmelade beschreiben.

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Zum Abmildern des Bitteren habe ich Banane dazugegeben. Das wochenlange Einfrieren hat nämlich irgendwie nichts genützt. Nun ist es keine reine Wildbeerenmarmelade mehr, aber macht ja nix 😉 .

Im nächsten Jahr werde ich noch ein bisschen später sammeln gehen, denn mir scheint, die Beeren hätten noch ein bisschen mehr Reife vertragen können.

Immerhin ist einmal mehr der Beweis angetreten, dass Vogelbeeren, also die Früchte der Eberesche, nicht giftig sind 🙂 . Großartig.

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Kann man das essen?

Ich habe geerntet, Vogelbeeren. Daraus will ich in diesem Jahr eine Marmelade kochen. Habe ich noch nie gemacht, und bin schon gespannt, wie sie schmecken wird.
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Ich weiß nicht, warum sich so hartnäckig das Gerücht hält, Vogelbeeren, also die Früchte der Eberesche, seien giftig. Auch ich habe es so gelernt. Und kämpfe nun gegen meine lebenslangen Vorbehalte und leichtes Unbehagen an. Denn in vielen Büchern über essbare Wild- und Heilpflanzen steht ganz anderes zu lesen. Und ich bin neugierig und will das ausprobieren 🙂 .

Vielleicht liegt es ja (mit) daran, dass wir immer weniger wirkliches Wissen und dafür immer mehr Halbwahrheiten über die Natur haben, dass wir uns (als Gesellschaft) in der Natur zunehmend weniger wohl fühlen? Dass wir immer mehr drinnen hocken, eher ins Spaßbad oder Erlebnisparadies gehen, als einfach raus in Wald und Flur? Wenn mich als Mensch etwas verunsichert, setze ich mich dem nicht unbedingt aus. Oder nur in dem Rahmen, der mir sicher und vertraut erscheint. Das ist menschlich. Und schützt uns im Zweifel vor Gefahren.

Aber wenn immer mehr Vorsicht dazu führt, dass wir uns immer mehr von der äußeren Natur entfernen, und immer mehr nur dem vertrauen, was uns von Industrie und Wirtschaft vorgesetzt wird, kann das nicht gut sein. Schließlich sind wir selbst ein Teil der Natur! Warum vertraue ich dem Fruchtjoghurt im Plastikbecher aus dem Kühlregal mehr, als dem, was ich in Feld und Flur finden kann?

Nicht, dass ich falsch verstanden werde: ich fordere nicht auf, wild mit Pflanzen rumzuexperimentieren, die man nicht kennt. Das könnte durchaus fatal enden. Aber: Ein bisschen mehr Vertrauen in das, was uns die Natur gerade jetzt im Herbst schenkt, halte ich schon für angebracht! Zumal wir uns ja wirklich an allen Ecken und Enden informieren können.

vogelbeeren verlesen

Vogelbeeren verlesen

Die Vogelbeeren jedenfalls warten nun verlesen und gewaschen in der Gefriertruhe auf ihre Weiterverarbeitung (das Einfrieren soll ihnen die Bitterkeit nehmen, mal gucken, ob es klappt). Ihr werdet es erfahren, wenn ich den Genuss der Marmelade überlebt habe 😉 !

Die Disteln sind reif :-)

Was für den einen reine Freude, ist dem anderen ein Dorn im Auge. Wie so oft im Leben.

Samenstand der Distel

Samenstand der Distel

Im Garten soll die Distel sich bitte nicht vermehren, denn sie piekst und sticht, wenn man nicht aufpasst. Sie erfreut aber auch mit ihren Blüten in kräftigem Lila.

Ich jedenfalls habe eine große Tüte Distelsamen gesammelt. Die eignen sich nämlich super, um damit ein Feuer zu entzünden. Also, natürlich nicht mit den Samen selber. Aber mit ihrer Hilfe kann ich ein tolles Glutnest bauen, mit dessen Hilfe ich wiederum ein Feuer mache. Ohne Feuerzeug, versteht sich ;-).

Und diese große Tüte brauche ich am Samstag bei der Langen Feuernacht in Kramelheide. Dort werde ich mit Kindern Feuer machen, wie in der Steinzeit. Ganz ohne gängige Streichhölzer und Feuerzeuge. Das wird ein Spaß!

Blüte und Samenstand des Weidenröschens

Blüte und Samenstand des Weidenröschens

Übrigens eignen sich auch die Samenstände des Weidenröschens gut für ein Glutnest. Und so einige andere auch (Clematis, Pappel…), die ich hier gar nicht alle aufzählen will . Einfach mal rausgehen, sammeln und ausprobieren 🙂 .

Neubeginn ;-)

Es ist so weit: das Blog des Kojoten wird wiederbelebt 😉 !

Nach langer schöpferischer Pause will ich nun den Coyote-Blog wieder zum Laufen bringen.

Ein Grund dafür ist, dass ich mich stärker fokussieren und dabei den Kojoten auch wieder mehr in den Vordergrund rücken werde.

So wird es auf dem Coyote-Blog wieder um Naturbegegnung, Naturarbeit, Wildniswissen und ähnliche Dinge gehen. Zum Beispiel plane ich eine Serie zum Thema „Kraftplatz“. Nach und nach werde ich hier auch ein wenig umstrukturieren, einiges Alte wird auch rausfliegen, um Platz zu machen für Neues.

Habt Ihr Wünsche, was Ihr gerne auf diesem Blog lesen würdet? Natürlich passend zu den Coyote-Themen 😉 . Dann seid so frei, und hinterlasst mir einen Kommentar, oder schickt mir eine Email an coach@coyotetrainings.de .

Auf der anderen Seite wird sich die Expertin für BurnOut und BurnOn auf ihrem Blog gezielt weiter um Stressmanagement, Burnout-Prävention, Stress und Entspannung kümmern.

Seid gespannt, was Euch demnächst hier erwartet 🙂 !

Nur Veränderung ist stabil

Liebe Regelmäßig hier Vorbeischauende,

liebe Zufällig hier Vorbeikommende,

das einzig Stabile im Leben ist die Veränderung„. Dass das so ist, macht die Natur uns vor. Der Sommer wich gerade dem Herbst; der Winter steht schon in den Startlöchern. Nur so ist ein Fluss des Lebens möglich. Altes muss sterben und vergehen, damit Neues Platz und Raum hat, sich zu entwickeln.

So ist es auch bei COYOTEtrainings. Die Aufgaben des Kojoten haben sich verändert. Vom Schwerpunkt Teamtraining hin zum Schwerpunkt Coaching und Beratung, für Einzelne und in Gruppen.

Geblieben ist der Schwerpunkt Naturarbeit und „draussen“. Die Wildnis ruft weiterhin 😉 .

Aufmerksame Leser haben es ja bereits gemerkt: es wurde hier schon lange kein Artikel mehr verfasst.  Im Augenblick liegt meine Aufmerksamkeit auf anderen Dingen. So komme ich nicht dazu, den Coyote-Blog regelmäßig zu pflegen. Darum habe ich mich entschlossen, ihn auf Eis zu legen. Ganz schließen mag ich ihn nicht, denn es gibt ja doch den einen oder anderen Beitrag, der noch Leser interessiert.

Wer sich weiterhin für meine Arbeit bzw. Naturarbeit interessiert, sei herzlich auf diesen Blog eingeladen. Hier gibt es Artikel über Coaching in und mit der Natur.

Ich bedanke mich bei allen Kunden und Interessierten!

Erste Hilfe für Draußen

Was tun bei Hitzschlag, Unterkühlung, Beinbruch, Zweig im Auge, Verbrennungen und ähnlich unangenehmen Dingen, wenn ich mich mit einer Gruppe draußen befinde, wo nicht so schnell der Rettungswagen in Sicht ist? Diesen und ähnlichen Fragen stellte ich mich wiedereinmal mit weiteren 14 Teilnehmern des Erste-Hilfe-Outdoor-Kurses am Wochenende. Der natürlich draußen stattfand. Bei Schneematsch, denn „bei Sonne kann’s ja jeder“, wie Frank Draeger, unser Dozent lapidar anmerkte.

Aufgepeppt mit vielen sehr lebendig dargestellten Fallbeispielen von Frank und seiner Kollegin Katrin Lenz war das Wochenende kurzweilig und doch intensiv und lehrreich.

Frank ist u.a. langjähriger Rettungsassistent und Inhaber der Wildnisschule Köln . Seine Erfahrungen zusammen mit seinem rheinischen Humor bilden eine super Mischung, um mögliche Hemmschwellen, die wir als Ersthelfer oft haben, abzubauen. Gleichzeitig bleibt von Theorie und Praxis ganz viel hängen, und das erwartet man (ich) ja auch von so einem Kurs.

Mit anderen Worten: wer selber Interesse hat, einen Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen, dem seien Frank Draeger und die Wildnisschule Köln wärmstens empfohlen.